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Alles andere als Ponyhof: Website-Startups richtig angehen

Start-Button„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“, meinte bereits Aristoteles und auch Website-Betreiber oder diejenigen, die es werden möchten, werden diese Erfahrung früher oder später machen. Wer ohne Plan startet, wird entweder viel Zeit beim Reparieren seiner Fehler verbringen oder ganz von vorn anfangen, denn beim nächsten Mal wird schließlich alles besser.

Die bittere Wahrheit

Woher kommt sie nur, diese Naivität in punkto Website-Startup? Eine gewisse Unverkrampftheit beim Start einer Webpräsenz ist sicher positiv, aber viele Webmaster-Neulinge (mich eingeschlossen) gehen in ihrer Anfangs-Euphorie davon aus, dass das alles „ganz einfach“ wird: Hat man die technischen Klippen der Blog-Installation oder Seitenprogrammierung erst einmal überwunden, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis man die Früchte seiner Arbeit ernten kann.

Ob man sich nun eine eifrige Leserschaft wünscht oder monetären Segen – die Wahrheit ist, dass zunächst beides ausbleiben wird. Die Zeiten, in denen sich eine Handvoll Blogger mit einem Thema auseinandersetzten und rasch an Bekanntheit gewannen, sind vorbei. Die Konkurrenz zu jedem halbwegs gebräuchlichen Thema ist riesig und die Chancen, über Google oder Social-Media-Kanäle eine Vielzahl an Besuchern abzugreifen, sind gering.

Der Traum vom Geld

Die Vorstellung, sich mittels einer Webpräsenz Anerkennung oder finanzielle Absicherung zu erwirtschaften, hält sich dennoch hartnäckig in den Köpfen angehender Webmaster. Woher kommt das? Ja, es gibt Glanzlichter des Web-Universums, die das Abenteuer „Geld verdienen im Netz“ erfolgreich meistern und die Idee vom eigenen Web-Business mit so genannten Insider-Tipps am Leben halten. Damit begegnen sie einer dankbaren Zuhörerschaft –  denn mal ehrlich: Wer würde nicht gerne egomanischen Vorgesetzten oder patzigen Kollegen den Rücken kehren und sein Internet-Hobby zu Cash machen?

Klar gibt es Blogger aus Überzeugung, aber gerade in den Bereichen Web, Marketing und SEO schwingt bei den meisten doch der Hintergedanke des Geldverdienens mit. Wer sich mit einem Taschengeld und einer kleinen, feinen Stammleserschaft begnügt, wird ein glückliches Bloggerleben führen. Wer es aber darauf anlegt, sich im Web ein zweites Standbein aufzubauen, bleibt von harter Arbeit nach Feierabend nicht verschont.

Ein Plan muss her

„Content is king“ ist ein viel zitierter Webmaster-Ratschlag. Der Inhalt mag der König sein, doch sollte man bei aller Schreibwut  nicht den Hofstaat außer Acht lassen. Möchte man seine Leserschaft durch Suchmaschinen gewinnen, kommt man um SEO-Maßnahmen – allen voran Linkbuilding – nicht herum. Ein erfolgreicher Webmaster testet, optimiert und testet erneut. Eine schweißtreibende Angelegenheit, die schon so manchem Website-Startup den Garaus gemacht hat. Planung und Optimierung verschlingen Zeit und sind mitunter recht frustrierend. Wenn die To-Do-Liste ins Bodenlose wächst und man die Prioritäten aus den Augen verliert, gibt es nur eins: Nochmal mit Plan.

Unterstützung für Website-Startups

Die gute Nachricht ist: Dank der zahlreichen Website-Betreiber, die ähnliche Erfahrungen machen mussten, schwirren im Netz sehr brauchbare Tipps herum. Eine Seite, die sich explizit auf Seitenaufbau und –optimierung spezialisiert hat, ist Websitestartup.de.  Vor ca. zwei Wochen bin ich über die Seite gestolpert und habe sie seither immer wieder besucht.

Michael Boenigk, der Betreiber, gibt ausführliche Tipps zum erfolgreichen Start einer Webpräsenz. Über die Rubrik „Übersicht“ gelangt man auf eine Auflistung aller relevanten Artikel für Website-Starter: Vom Konzept über die Wahl der geeigneten Domain und des Hosters bis hin zum konkreten Seitenaufbau bietet Websitestartup.de grundlegende Informationen und gewinnbringende Tipps, die das Leben des Neu-Bloggers leichter machen. An Webmaster richten sich schließlich die Artikel zu SEO, Content und nicht zuletzt Vermarktung.

Das Schöne an der Seite: Man merkt, dass keine Redaktion dahintersteht, die Artikel am Fließband produziert. Michael Boenigk kramt in seinem Erfahrungsschatz als Website-Betreiber und tut dies auf eine sympathische Weise. Von sich selbst sagt er, dass er weder SEO noch Programmierer, Social Media- oder Marketing-Experte sei, sondern „nur“ seine Erfahrungen auf diesen Gebieten teilt, um anderen Website-Neulingen einige Fehler zu ersparen, die er selbst machen musste. Erfrischend ehrlich finde ich das und kann die Seite fachlich absolut weiter empfehlen.

Bild:Power Taste von Petr Kratochvil

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  1. Sabine schreibt:

    Die von Dir empfohlene Website ist wirklich Geld wert. Man muss aber auch sagen, dass der Betreiber in vielen Dingen sehr kompetent ist. Mir persönlich gefallen seine WordPresse-Tipps am besten.

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  2. Paul schreibt:

    Hallo,

    dem kann ich nur zustimmen. Ich hab selbst damals gedacht, dass eine Website ganz einfach zu erstellen ist. Den ganzen Aufwand habe und wollte ich zu Anfang auch gar nicht sehen. Doch wenn man etwas wirklich gut machen will, dann gehört da schon etwas Anstrengung und Engagement dazu.

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  3. Sven schreibt:

    Das schwierigste bei der Start-up Entwicklung ist die Motivation nach dem ersten Monat. Zu Anfang ist man sehr motiviert und arbeitet hart am neuen Start-up. Da es aber normal ist, in der Anfangszeit keine Gewinne zu erwirtschaften, verlieren viele schnell den Ergeiz, das Star-up voranzubringen.

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  4. James schreibt:

    Hallo Annemarie,

    vielen Dank für diesen kurzen Exkurs, den wohl jeder angehende Webmaster/Webseitenbetreiber nachvollziehen kann. Der Link-Tipp am Ende deines Artikels ist wirklich gut – habe mir die Seite angeschaut und sie macht nicht nur vom optischen, sondern auch vom Inhalt einen recht guten Eindruck – wollte Dir hier mein Feedback da lassen.

    Dein Blog gefällt mir auch gut. Mach weiter so.

    James

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  5. Gunther schreibt:

    Hallo,
    das ist in weit verbreitetes Phänomen: Überall schießen Websites und Blogs aus dem Boden und jeder denkt, es wäre ganz easy, ständig dran zu bleiben, neue, witzige ud interessante Beiträge zu schreiben und dann ganz nebenbei jede Menge Geld damt verdienen.
    Aber meist ist die Euphorie von kurzer Dauer und da die Welt dann irgendwie keine große Notiz von den Newcomern nimmt, schlafen die meisten Seiten ganz schnell wieder ein. Überleben tun nur die, die sich vorher gut überlegen was sie tun wollen und wie und sich Etappenziele setzen.

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  6. Danny schreibt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Ich bin allerdings etwas ratlos, ob die hier vorgestellten Tipps und die Vorgehensweise im Zuge der ständig neuen Google-Updates überhaupt noch sinnvoll sind? Bin halt leider noch im Anfangsstadium.

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