Webanalyse – mit Know-how zum Erfolg

domino“Nicht alles was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles was gezählt werden kann, zählt!” Dieser Ausspruch Albert Einsteins lässt sich wunderbar auf die zentrale Problematik der Webanalyse anwenden.

Der Siegeszug der Webanalyse

Als Google im Herbst 2005 Website-Betreibern das kostenfreie Webanalyse-Tool Google Analytics offerierte, war Webanalyse erstmals in aller Munde. Durch Weiterentwicklungen, vor allem was die Benutzeroberfläche der sich auf dem Markt tummelnden Tracking-Systeme anging, trat Webanalyse aus ihrem Schattendasein. Von der Hinterkammer marschierte die neue Disziplin geradewegs in die Konferenzräume der Marketing-Abteilungen und wird seither bei allen wichtigen Entscheidungen im Bereich der Online-Vermarktung zu Rate gezogen.

Das Dilemma der Webanalyse

Der Stellenwert der Webanalyse ist zweifelsohne hoch. Doch oftmals fehlt es Unternehmen immer noch an ausreichender Praxis in punkto Tracking. Getrackt wird, was geht und nicht was sinnvoll ist. Eben dieses Dilemma wird durch oben genanntes Zitat Einsteins veranschaulicht. Webanalyse wird viel zu häufig aus Selbstzweck betrieben und nicht aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen heraus.

Es reicht nun einmal nicht aus, ein Web-Analytics-System auf einer Website einzubauen; man muss die daraus gewonnenen Daten auch auswerten und konkret auf die Unternehmensbelange und –bedürfnisse anwenden. Die eigentliche Arbeit hinsichtlich Webtrackings beginnt aber nicht erst mit der Aufbereitung der Zahlen, sondern bereits davor: Was möchte ich eigentlich messen und wofür brauche ich diese Messungen dann konkret?

Diese Frage steht vor der Definition geeigneter Key Performance Indicators. Genau genommen sollte sie sogar noch weiter an den Anfang gerückt werden, nämlich wenn es darum geht, sich für ein passendes Webanalyse-System zu entscheiden. Jedes System hat Eigenarten, die weit über den Kaufpreis hinausgehen und darum unbedingt in die Überlegungen hinsichtlich des firmeneigenen Trackings einbezogen werden müssen.

Vom „fool“ zum Experten

“A fool with a tool is still a fool”, heißt es. Bei Webanalyse trifft diese etwas humoristische Betrachtungsweise in besonderem Maße zu. Wer die Grundlagen nicht versteht, die KPIs nicht hinterfragt und die Zahlen nicht interpretieren kann, wird keine gewinnbringenden Resultate aus der Webanalyse ziehen.

web-analytics marco hasslerSchluss mit Halbwissen in punkto Web Analytics. Bilden Sie sich aus oder besser: Lassen Sie sich ausbilden. “Web Analytics” von Marco Hassler übernimmt gerne die Rolle des Ausbilders und macht Sie in vier Teilen zum versierten Anwender von Webanalyse-Systemen. Von der Log-Datei des Servers über einzelne Tracking-Kennzahlen bis zur Conversion-Analyse deckt Marco Hasslers Buch alles ab, was Webanalyse ausmacht.
Die Grundbegriffe und –vorgänge der Webanalyse werden ausführlich und vor allen Dingen verständlich beschrieben. So fällt dem Webanalyse-Neuling der Sprung zum nächsten Kapitel, in dem es um konkrete Kennzahlen und ihre Bedeutungen geht, ganz leicht. Und wer bereits über Grundlagenwissen verfügt, überspringt Part eins und beschäftigt sich gleich mit der Analyse und Interpretation von Metriken.

Schließlich geht der Autor auf konkrete Optimierungsmaßnahmen von Websites ein und erläutert auf dieser Basis verschiedene Tracking-Systeme, wobei er sich vor allem mit den populären Analyse-Tools Google Analytics sowie Yahoo! Web Analytics beschäftigt.

Leicht verständlich und doch von detaillierter Genauigkeit – “Web Analytic”“ von Marco Hassler eignet sich dank seines einleuchtenden Aufbaus und seiner Bandbreite an Webanalyse-Themen sowohl für “alte Hasen” wie auch für Neulinge im Webanalyse-Dschungel. Die Struktur des Buches erlaubt es, als Leser auch einfach mal zwischenrein zu springen und den 600-Seiten-Wälzer als Nachschlagewerk zu nutzen. Doch auch am Stück gelesen, ist “Web Analytics” keineswegs langweilig. Dank interessanter Beispiele oder unterhaltsamer Vergleiche macht das Lesen des Webanalyse-Fachbuches richtig Spaß.

Hassler, Marco: Web Analytics. Metriken auswerten, Besucherverhalten verstehen, Website optimieren. Mitp, eine Marke der Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH Heidelberg, München, Landsberg, Frechen, Hamburg, 1. Aufl. 2012. ISBN: 978-3-8266-9122-5

Hier finden Interessierte weitere Informationen sowie Leseproben.

 

Bild oben: Gefallene Domino-Linie von Adrian Paulino

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Webanalyse - mit Know-how zum Erfolg , 4.2 out of 5 based on 9 ratings

Und was denkst Du?

  1. Carolin schreibt:

    Hört sich sehr interessant an. Das Buch kommt mal auf meine Wunschliste. Besonders mit den Log Dateien des Servers komme ich noch ganricht klar. Das wäre sicherlich ein sehr interessantes Thema.

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  2. Marcel schreibt:

    Auf jeden Fall ein interessantes Themenfeld. Knapp 30 Euro für nen 600 Seitenwälzer finde ich jetzt auch nicht extrem hoch. Da kann man sich schon mal in das Thema einlesen.

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  3. Dornröschen schreibt:

    Super! Genau nach sowas hab ich gesucht. Muss im Rahmen eines Projektes genau das machen, bzw. ein bisschen simpler.

    Vielen dank für die detaillierten Infos!

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  4. Hans schreibt:

    Ein sehr interessantes Artikel, danke dafür.

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  5. vecitus schreibt:

    Der Artikel ist echt interessant! Weiter so :)

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  6. Werhatoffen schreibt:

    In der Praxis wird solches Wissen sicher gute Grundlagen bieten, jedoch veraltet in diesem Bereich das Wissen schnell. Wettbewerbsvorteile hat jener, der auch mal andere Wege im Analyse-Bereich wagt und einfach auch die richtigen Kompetenzen bei sich im Team aufbaut. Gute Leute sind da wirklich selten…

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  7. Vanessa schreibt:

    Das Buch macht einen kompetenten Eindruck. Bin am überlegen ob ich es mir anschaffe.

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  8. Kevin schreibt:

    Hi,
    sehr schönes Blogdesign :)
    Ich habe deinen Blog in meiner Do Follow Blog Liste Oktober 2013 aufgenommen. Ich hoffe das geht für dich in Ordnung, ansonsten einfach melden :)
    Die Liste findest du unter:

    http://www.kreativmoneten.de/dofollow-blog-liste-stand-oktober-2013/

    Grüße
    Kevin von kreativmoneten

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  9. Markus schreibt:

    Dass Optimieren ist immer ein zweischneidiges Schwert mit dem man umzugehen wissen muss. Es gilt den Spagat zwischen Leserfreundlich und Suchmaschinenfreundlich zu schaffen.

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  10. Micha schreibt:

    Hört sich nach einem sehr gutem Buch an.
    Werde mir das Buch direkt mal bestellen.

    Grüße
    Micha

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